Verspannungen vorbeugen

Verspannungen vorbeugen

Wer Verspannungen vorbeugen möchte, der sollte vor allen Dingen auf zwei Punkte achten: Erstens auf Bewegung und Training der Muskulatur und zweitens auf Stressabbau.

Denn sowohl Bewegungsmangel als auch anhaltender Stress sind die Hauptauslöser für muskuläre Verspannungen, die unangenehme Rückenschmerzen oder auch Schulterschmerzen auslösen können. Auch ein steifer Nacken ist typische Folge der Muskelverspannung im Nackenbereich.

Bewegung: So steuern Sie der Verspannung entgegen

Schaffen Sie Ausgleich zum vielen Sitzen, sorgen Sie für mehr Bewegung in Ihrem Alltag! Das kann beim morgendlichen Spaziergang ins Büro schon losgehen. Also das Auto lieber in der Garage stehen lassen und ein paar Schritte zu Fuß gehen – zumindest bis zur nächsten Bushaltestelle. Auch der Aufzug muss nicht sein. Ein paar flotte Stufen im Treppenhaus, das bringt am Morgen auch den Kreislauf in Schwung. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt, kann schon mit kleinen Tricks dem Bewegungsmangel entgegen steuern:

  • Beim Telefonieren umhergehen
  • Statt eine E-Mail zu schreiben, die Kollegin lieber selbst im Büro in der anderen Etage besuchen
  • Am Mittag ein kleiner Spaziergang statt 60 Minuten in der grellen Kantine zu sitzen
  • Beim Brainstorming ein paar Schritte auf und ab – das bringt auch die grauen Zellen auf Trab

Es ist also viel leichter als man denkt, die Hürde für mehr Bewegung im Alltag zu nehmen. Natürlich sollte auch gezieltes Training nicht fehlen.

Vor allem die Rücken-, Schulter- und Nackenmuskulatur sollte möglichst regelmäßig trainiert werden. Lassen Sie sich in einem Fitnessstudio beraten, welche Übungen für Sie geeignet sind und wie sie durchgeführt werden müssen.

Wer sich die Gebühr für das Fitnessstudio sparen möchte bzw. wem einfach die Zeit fehlt: Unser Video-Training zeigt Ihnen die besten Übungen für alle wichtigen Muskelpartien – zusammengestellt und anschaulich erklärt von Personal Coach Matthias Haun. Ihr Personal Fitness Trainer für´s Büro oder auch für´s Wohnzimmer. So gibt es wirklich keine Ausrede mehr.

Natürlich sollten Sie auch auf Ausdauertraining achten. Ideal sind Joggen und Radfahren. Für Einsteiger ist Nordic Walking geeignet. Die Bewegung tut nicht nur der Muskulatur gut und beugt entsprechend Verspannungen vor, sondern hat natürlich auch positive Effekte auf Herz und Kreislauf und das Immunsystem. Ganz nebenbei: Mit Ausdauersport purzeln überflüssige Kilos fast von allein.

Entspannung statt Stress – so geben Sie Verspannungen keine Chance

Die Bezeichnung „Verspannung“ lässt es erahnen – Anspannung und Verspannung sind nicht weit voneinander entfernt. Wer im alltäglichen Stress fast erstickt, wem also der Stress ständig „auf den Schultern“ lastet, der muss fast damit rechnen, dass ihn die Verspannung erwischt.

Insofern ist eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme gegenüber Verspannungen die Entspannung.

Hier einige Tipps, wie Sie dem Stress ein Schnippchen schlagen können und mehr Ruhe finden.

  • Die To-Do-Liste: Schreiben Sie sich die Aufgaben einfach von der Seele und strukturieren Sie so Ihren Tag. Sie werden sehen – was erst mal auf dem Zettel steht, kreist nicht mehr ständig wie ein drohendes Ungewitter im Kopf herum. Und wenn etwas erledigt ist – einfach durchstreichen. Das fühlt sich auf jeden Fall gut an und schafft wieder ein Stückchen mehr Entspannung im Alltag
  • Lernen Sie, zu delegieren und auch einmal nein zu sagen: Perfektionismus bereitet dem Stress offene Türen. Das heißt, es muss nicht immer alles an Ihnen hängen bleiben, Sie müssen nicht immer zu 100 % funktionieren, auch wenn man das oft von sich selbst erwartet. Besser ist es, öfter auch mal Nein zu sagen (im Beruf wie in der Freizeit) und Aufgaben auch einmal vom Kollegen oder dem Praktikanten erledigen zu lassen
  • Erschaffen Sie Entspannungsrituale. Was entspannt Sie wirklich? Ein gutes Buch, ein Film oder ein Telefonat mit der besten Freundin? Jeder Mensch ist anders und entsprechend hat auch auf jeden etwas anderes einen entspannenden Effekt. Finden Sie es heraus, horchen Sie auf sich und Ihren Körper und schaffen Sie in Ihrem Alltag jeden Tag Platz für Ihr ganz persönliches Entspannungsritual. Es können schon 20 Minuten pro Tag sein, die helfen, Stress und Verspannungen einen Riegel vor zu schieben.
  • Progressive Muskelentspannung, autogenes Training & Co.: Es gibt durchaus bestimmte Bewegungsmuster bzw. Techniken, mit denen man Entspannung bewusst erlernen kann. Vorausgesetzt, man weiß, wie die Bewegungen richtig ausgeführt und auch im Alltag eingesetzt werden können. Besuchen Sie doch einen Kurs an der Volkshochschule – ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.
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