Kopfschmerzen bei Kindern: Der Spannungskopfschmerz ist auf dem Vormarsch

Kopfschmerzen bei Kindern: Der Spannungskopfschmerz ist auf dem Vormarsch

Kopfschmerzen bei Kindern sind heute keine Seltenheit. Das beginnt mitunter bereits bei Kindern im Vorschulalter. Während in dieser Zeit etwa 20 Prozent der Kleinen mit Kopfschmerzen zu tun haben, sind es in der ersten Klasse laut Experten bereits rund 40 Prozent! Und dabei bleibt es nicht. Bis zum 12. Lebensjahr haben bereits 90 Prozent der Kinder Kopfschmerzen selbst erlebt. Dabei handelt es sich hier mit rund 60 Prozent in über der Hälfte der Fälle um Spannungskopfschmerzen. Kopfschmerzen vom Spannungstyp sind also auch bei Kindern und Jugendlichen deutlich auf dem Vormarsch.

Doch woran liegt das?

Die Ursachen für die Häufigkeit von Kopfschmerzen bei Kindern (Spannungstyp)

Die Ursache für die Häufigkeit von Spannungskopfschmerzen bei Kindern ist in unserer heutigen Lebensweise zu finden, die auch vor den Kleinen nicht Halt macht. Während der Nachmittag früher häufig für Freunde und das Auspowern auf dem Fußballplatz reserviert war, treffen sich die Kids heute eher für ein Match vor der Playstation. Körperliche Bewegung? Fehlanzeige! Lieber noch eine Folge Sponge Bob im Fernsehen! Hinzu kommt, dass der Terminkalender bereits für Kinder recht vollgepackt ist: Schule bis in den späten Nachmittag hinein, danach ab zum Ballett oder ins Tennistraining, am Abend vielleicht noch Klavierunterricht und dann noch die Hausaufgaben für den nächsten Tag – ein enormer Stress und Druck, der da auf den kleinen Schultern lastet. Kein Wunder dass hier Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, die eben die Spannungskopfschmerzen auslösen können, vorprogrammiert sind. Fehlt dann der entspannende Ausgleich und die Bewegung, wird dieser muskulären Verspannung wenig entgegengesetzt – die Spannungskopfschmerzen haben freie Bahn. Insofern sind Kopfschmerzen bei Kindern weniger die Ausnahme als die Regel.

Mehr über die typischen Auslöser von Spannungskopfschmerzen lesen Sie hier.

Kopfschmerzen bei Kindern: Bei diesen Anzeichen sollten Eltern hellhörig werden

Kopfschmerzen vom Spannungstyp äußern sich üblicherweise durch folgende Symptome:

  • Beidseitig auftretender Schmerz (wie eine Art „Helm“)
  • Ausstrahlung des Schmerzes vom Nacken aus
  • Leichte bis mittelschwere Schmerzintensität
  • Dumpfer, drückender oder ziehender Schmerz
  • Keine Veränderung der Schmerzintensität durch körperliche Tätigkeit
  • Leichte Übelkeit, aber keine starke Übelkeit oder Erbrechen wie bei der Migräne

Natürlich können Kinder die Kopfschmerzen häufig noch nicht derart genau beschreiben. Das ist ja bereits für einen Erwachsenen mitunter recht schwierig, den Schmerz in Worte zu fassen – wie sollen es da die Kids schaffen? Entsprechend aufmerksam sollten Eltern werden, wenn sich das Kind öfters an den Kopf greift, eine quengelige, launige Art an den Tag legt und sich eventuell buchstäblich die Haare rauft. Hier ist ein wenig „Zwischen den Zeilen lesen“ gefragt!

Spannungskopfschmerzen bei Kindern behandeln

Wer bei seinem Kind die Schmerzen möglichst schnell lindern möchte, neigt häufig schnell dazu, klassische Schmerzmittel zu verabreichen. Doch hier ist Vorsicht angeraten! Acetylsalicylsäure beispielweise ist für Kinder unter 14 Jahren nicht geeignet. Und auch andere schmerzstillende Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Paracetamol sollten insbesondere aufgrund der möglichen Nebenwirkungen besser nicht ohne Rücksprache mit dem Kinderarzt verabreicht werden. Schließlich sollte man immer beachten: Der Organismus von Kindern ist besonders sensibel!

Nicht zuletzt besteht bei längerer bzw. häufiger Anwendung von Schmerzmitteln bei Kindern auch die Gefahr, dem medikamenteninduzierten Kopfschmerz den Weg zu bereiten – das heißt, einem Kopfschmerz, der erst durch den häufigen Gebrauch von chemisch-synthetischen Analgetika ausgelöst wird.

Wer entsprechend auf der Suche nach einem Naturmittel gegen Kopfschmerzen vom Spannungstyp bei Kindern ist, dem steht mit Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen eine pflanzliche Alternative zur Verfügung, die Spannungskopfschmerz schnell und effektiv lindern kann und bei äußerlicher Anwendung in Form einer 10%igen Pfefferminzlösung der systemischen Therapie mit Schmerzmitteln in nichts nachsteht. Gleichzeitig ist Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen aber weitaus verträglicher und entsprechend für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Das Pfefferminzöl wird mit einem speziellen Pad gezielt auf die Schmerzpunkte an Stirn, Schläfen und Nacken aufgetragen und dringt auf diese Weise schnell und direkt genau dorthin vor, wo der Schmerz sitzt. Die körpereigenen Systeme zur Schmerzabwehr werden aktiviert. Falls nötig, kann die Anwendung auch nach 15 Minuten wiederholt werden.

Gut zu wissen:

Die Wirkung von 10%iger Pfefferminzlösung bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp ist so überzeugend und detailliert nachgewiesen, dass diese effektive und gut verträgliche Behandlungsmethode auch Eingang in die medizinischen Leitlinien gefunden hat. So bestätigt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin in ihrer Leitlinie, dass die Wirkung von 10%iger Pfefferminzlösung der „Einnahme von 1000 mg Paracetamol oder 1000 mg Acetylsalicylsäure ebenbürtig“ ist.

Quelle: Praxisleitlinie zu primären Kopfschmerzen v2.0, Seite 108

Lesen Sie hier mehr über die sanften Möglichkeiten der Kopfschmerzbehandlung u.a. mit Pfefferminzöl.

Ihr Kind hat Kopfschmerzen? Was Sie sonst noch tun können

Bewegung an der frischen Luft als auch Entspannung kann Ihrem Kind bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp jetzt gut tun. Schon 30 Minuten Ruhe können jetzt unterstützend helfen, um die Kopfschmerzen schnell los zu werden. Sorgen Sie dafür, dass der Fernseher jetzt ausbleibt. Zu viele äußere Reize sind jetzt nicht das Richtige! Schlaf tut hingegen gut.

Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Denn Flüssigkeitsmangel ist bei Kopfschmerzen nicht gerade förderlich. Wenn Ihr Kind jetzt keinen Appetit hat, macht es wenig Sinn, es zum Essen zu überreden. Stellen Sie besser einen bereits geschnittenen Apfel auf ein Tellerchen neben das Bett oder die Couch – ein paar Vitamine können jetzt nicht schaden.

Ebenfalls hilfreich ist eine Druckmassage der Schmerzpunkte. Üben Sie auf die schmerzenden Stellen einen kreisenden, sanften Druck von jeweils etwa 30 Sekunden aus. So erfährt Ihr Kind jetzt auch die nötige Liebe und Zuwendung, die es bei Kopfschmerzen noch mehr als sonst braucht.

Lesen Sie hier mehr über die besten Tipps bei Kopfschmerzen.

Wann zum Arzt bei Kopfschmerzen bei Kindern?

Es gibt auch Grenzen der Selbstmedikation, wenn es um Kopfschmerzen bei Kindern geht. Insbesondere wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen, ist ein Arztbesuch sinnvoll:

  • Ihr Kind hat regelmäßig bzw. häufig Kopfschmerzen
  • Die Schmerzen halten über 2 Stunden an und können trotz Behandlung nicht gelindert werden
  • Weitere Symptome wie Übelkeit oder Erbrechen kommen hinzu
  • Sehstörungen
  • Krampfanfall
  • Hohes Fieber
  • Nackensteifigkeit (Der Kopf kann nicht gebeugt werden)
  • Benommenheit, starke Abgeschlagenheit
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