Die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen im Alltag

Die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen im Alltag

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. Besonders häufig sind Rückenschmerzen aber eine Art Warnsignal, das uns zu verstehen geben will: Im Alltag läuft einiges schief! Mangelnde Bewegung, einseitige Belastung, Übergewicht, Stress – all diese Faktoren können die Entstehung von muskulären Rückenschmerzen begünstigen. So verwundert es kaum, dass Rückenschmerzen heute zur regelrechten Volkskrankheit geworden sind. Man geht davon aus, dass etwa vier von fünf Menschen betroffen sind und dass Rückenschmerzen einer der häufigsten Gründe für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle sind.

Doch wie ist dieses gehäufte Auftreten von Rückenschmerzen als Phänomen unserer Zeit erklärbar? Inwiefern ist unser Alltag denn so rückenschädlich?

Hier die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen, die durch unsere Lebensweise und daraus resultierende. muskuläre Verspannungen bedingt sind, im Überblick. Nicht eingeschlossen sind in dieser Auflistung Ursachen wie Krankheiten oder körperliche Vorgänge wie ein Bandscheibenvorfall, die grundsätzlich ebenfalls Rückenschmerzen auslösen können.

Bewegungsmangel: Gift für den Rücken

Unser Alltag ist heute auf ein Minimum an Bewegung reduziert. Mit dem Auto zur Arbeit, mit dem Lift ins Büro, per E-Mail mit den Kollegen kommunizieren und abends nichts wie ab auf die Couch vor den Fernseher. Genau hier liegt einer der Hauptgründe für die Häufigkeit von Rückenschmerzen in der heutigen Zeit.

Denn Bewegung ist das A & O, wenn es darum geht, Rückenschmerzen vorzubeugen. Gezieltes Rückenmuskeltraining ist dabei ebenso sinnvoll wie Ausdauersportarten oder auch Bewegungsmuster wie im Yoga. Hauptsache Bewegung! Versuchen Sie daher, die Bewegungslosigkeit abzuschütteln und jede Art von Training für Ihren Rücken in den Alltag zu integrieren.

Damit der Einstieg leichter fällt: Es muss nicht gleich die Jahresmitgliedschaft im Fitnessstudio sein. Für den Anfang ist es bereits sinnvoll, statt mit dem Bus in die Arbeit zu fahren öfters mal das Fahrrad zu nehmen oder auch in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang einzulegen. Nach und nach sollten Sie dann versuchen, das Trainingspensum zu steigern. 20-30 Minuten Sport an ca. 3 bis 4 Tagen die Woche sind ideal.

Welche Sportarten sich zur Vorbeugung von Rückenschmerzen eignen, lesen Sie hier.

Das Video-Training für den starken Rücken finden Sie hier.

Überflüssige Kilos als unsichtbarer Rucksack: Übergewicht als Ursache für Rückenschmerzen

Immer mehr Menschen tragen einfach zu viele Kilos mit sich herum, fast jeder Zweite in Deutschland ist übergewichtig und hier ist nicht nur von Erwachsenen die Rede! Die Verlockungen – von der Fertigpizza bis zum Hamburger – sind einfach zu groß. Wenn es dann noch an Bewegung fehlt, ist das Übergewicht vorprogrammiert. Und das kann nicht nur die Seele, sondern vor allem die Gesundheit belasten. Bluthochdruck, Diabetes und nicht zuletzt Probleme mit Muskeln, Sehnen und Gelenken gehen häufig mit dem Zuviel an Gewicht einher. Verschleißerscheinungen werden zunehmend auch bei Kindern diagnostiziert – eine direkte Folge der Tatsache, dass fast eine Millionen Kinder in Deutschland unter Adipositas, also krankhaftem Übergewicht leiden.

Und auch unser Rücken kann diesen ständig zu tragenden „Rucksack“ an überflüssigen Gewicht nicht ohne weiteres wegstecken.

Wer Kreuzschmerzen entsprechend vorbeugen möchte, der sollte daher möglichst auf eine ausgewogene, fettarme Ernährung achten. Eine Crash-Diät ist nicht der richtige Weg. Hier kann nur eine langfristige Ernährungsumstellung als Vorbeugung von Rückenschmerzen helfen. Nutzen Sie hier im Zweifelsfall die Beratung durch einen Ernährungswissenschaftler oder einen Diätassistenten – so wissen Sie von Anfang an, in welche Richtung es gehen muss!

Verspannt im Alltag – Kreuzschmerzen sind vorprogrammiert

Zeit ist Geld! Schnelllebigkeit ist das Markenzeichen unserer Gesellschaft. Stress, Hektik und Druck lasten daher schwer auf unseren Schultern und führen häufig zu Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Schulterschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenschmerzen haben also häufig auch eine psychische Ursache und die Wurzel des Übels liegt in der anhaltenden (psychischen) Überlastung und den damit einhergehenden Verspannungen. Tatsächlich weiß man heute, dass etwa 80 Prozent der Rückenschmerzen hier ihre Ursache haben.

Umso wichtiger ist es daher, stressbedingten Verspannungen rechtzeitig einen Riegel vorzuschieben und sich immer wieder bewusste Phasen der Entspannung zu gönnen. Yoga, ein heißes Bad oder die Lieblings-CD über Kopfhörer – tun Sie öfters das, was Seele und Körper gut tut.

Einseitige und falsche Belastung als Ursache für den Rückenschmerz

Sitzen, sitzen und nochmals sitzen. Vor allem für Menschen, die im Büro arbeiten, ist das völlig normal. Doch woran wir uns längst gewöhnt haben, toleriert unser Rücken keineswegs. Vor allem die einseitige und falsche Belastung ist es, die Kreuzschmerzen den Weg ebnet. Denn häufig ist der Tisch einfach zu niedrig, der Stuhl nicht individuell einstellbar oder auch die Phasen der Entlastung zwischen der Sitzhaltung zu selten.

Wichtig: Wechseln Sie beim Sitzen öfters die Position, verlagern Sie ihr Gewicht. Und steuern Sie der einseitigen Belastung gezielt entgegen. Ein paar Schritte auf und ab gehen während einem Telefonat, die Kollegin im anderen Zimmer besuchen, statt ihr eine E-Mail zu schreiben und in der Mittagspause ein paar Schritte durch den Park – schon haben Sie neue Bewegungsmuster in Ihren Alltag integriert und fordern den Rücken auf andere Weise.

Ganz elementar zur Vorbeugung von Kreuzschmerzen ist die richtige Sitzhaltung am Arbeitsplatz. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Heben, Tragen, Bücken – auf die Haltung kommt es an

Haltung bewahren! Wer Rückenschmerzen vorbeugen möchte, der sollte sich diesen Grundsatz immer wieder ins Gedächtnis rufen. Egal ob es darum geht, einen Getränkekasten zu heben oder die Schnürsenkel zu binden. Wer sich mit rundem Rücken nach unten beugt, tut seinem Kreuz nichts Gutes – besser ist es, in die Knie zu gehen und den Rücken insbesondere beim Heben schwerer Lasten gerade zu halten. Beim Schnürsenkel binden können Sie es sich und Ihrem Rücken leichter machen, wenn Sie den Fuß auf eine Stufe oder einen Stuhl stellen.

Weitere Tipps für einen rückenfreundlichen Alltag finden Sie hier.

Rückenschmerzen: Matratze, Lattenrost & Co. als Ursache

Das morgendliche Erwachen wird für viele Menschen Tag für Tag erneut zum Alptraum. Der Rücken schmerzt, man fühlt sich, als ob man die ganze Nacht auf dem harten Boden verbracht hätte. Tatsächlich haben das Bett –also genauer gesagt Matratze, Lattenrost und Kissen – sehr häufig etwas mit Kreuzschmerzen zu tun. Wir liegen schließlich durchschnittlich 6-8 Stunden täglich „in den Federn“ – und gerade deshalb sollten wir uns um eine rückenfreundliche Schlafstätte besonders bemühen.

Wichtig ist, sich ausreichend Zeit für den Matratzenkauf zu nehmen. Probeliegen ist hier ein Muss! Die Matratze sollte den Rücken abstützen, aber auch kein hartes Brett bilden. Hier kommt es stark auf das individuelle Wohlbefinden an. Auch das Gewicht spielt eine Rolle – wer weniger wiegt, kann grundsätzlich auch auf eine weichere Matratze ausweichen. Lassen Sie sich von einem Experten beraten.

Von den Materialien her werden insbesondere Latex- und Schaumstoff- aber auch Federkernmatratzen empfohlen. Achten Sie auch auf einen geeigneten Lattenrost – dieser sollte in seiner Stärke individuell an das Gewicht angepasst werden können. Daher gilt auch: Wenn Sie sich mit Ihrem Partner ein Doppelbett teilen, sollten Sie darauf achten, dass jeder seinen eigenen Lattenrost hat, um dem unterschiedlichen Gewicht gerecht werden zu können.

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