Rückenschmerzen bei Osteoporose

Volkskrankheit Rückenschmerzen

Osteoporose: der schleichende Knochenschwund. Bei Osteoporose gerät die normalerweise herrschende Balance von knochenaufbauenden und knochenabbauenden Stoffwechselvorgängen aus dem Takt – die Knochen werden porös und brüchig. Häufig reichen dann schon geringste äußere Einflüsse aus, um Knochen (häufig ist der Oberschenkelhalsknochen betroffen) brechen zu lassen. Dabei bemerken viele Osteoporose Patienten lange Zeit oft gar nicht, dass ihre Knochen an Stabilität verlieren.

Erst ein Knochenbruch oder auch heftige Schmerzen, die sich im Brust- und Rückenbereich bemerkbar machen, lassen die Betroffenen hellhörig werden. Die Rückenschmerzen, die häufig denen eines Bandscheibenvorfalls ähneln, sind dabei meist Folge von bei Osteoporose typischen Wirbelkörpereinbrüchen. Und die Schmerzen können durchaus chronisch werden, wenn die Ursache nicht aufgespürt wird.

Volkskrankheit Osteoporose

Osteoporose ist eine echte Volkskrankheit. Man geht davon aus, dass etwa jede dritte Frau nach den Wechseljahren und etwa jeder fünfte Mann über 50 mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch hat.

Bei Osteoporose nimmt die Aktivität der Osteoklasten, also der knochenaufbauenden Zellen, deutlich überhand gegenüber den durch die Osteoblasten (Knochenabbauende Zellen) gesteuerten Prozessen. Normalerweise halten sich die Aktivitäten von Osteoklasten und Osteoblasten die Waage, auch wenn es ganz natürlich ist, dass wir etwa ab dem dritten Lebensjahr etwa 1,5 Prozent unserer Knochenmasse verlieren. Doch der Verlust der Knochenmasse ist bei Osteoporose Patienten deutlich ausgeprägter und führt zu einer zunehmenden Instabilität und Porosität des Knochens. Wichtigstes Indiz für die Diagnose Osteoporose sind daher auch die Ergebnisse der Knochendichtemessung, zu der Experten immer wieder als wichtige Vorsorgeuntersuchung anraten.

Osteoporose: Ursachen im Überblick

Bei den Ursachen für Osteoporose spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen ist da die genetische Veranlagung, zum anderen hat aber auch unsere Lebensstil einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unsere Knochendichte. So zählen beispielsweise Alkohol und Nikotin zu den wahren Knochenräubern, die die Knochensubstanz negativ beeinflussen. Gleichzeitig sind auch Bewegungsmangel und Übergewicht bzw. Crash-Diäten und Untergewicht wichtige Risikofaktoren für Osteoporose. Nicht zuletzt spielt eine ausreichende Aufnahme von Calcium eine wichtige Rolle, um die Knochen stabil zu halten. Doch wer eher auf Fast Food statt auf Milch, Milchprodukte und sonstige kalziumhaltige Lebensmittel setzt, bei dem ist ein Kalzium Mangel vorprogrammiert. Hinzu kommt: Calcium kann nur in Verbindung mit Vitamin D3 auch in den Knochen eingelagert werden. Auch ein guter Vitamin D3 Status ist also enorm wichtig für die Gesundheit der Knochen.

Nicht zuletzt spielen auch die Hormone eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Osteoporose. So sind besonders viele Frauen in und nach den Wechseljahren betroffen. Denn hier sinkt die Östrogenproduktion drastisch ab und Östrogen hat einen wichtigen Einfluss auf die Stabilität der Knochen.

Symptome bei Osteoporose

Das tückische an der Osteoporose: Sie verläuft häufig zunächst ohne Symptome. Man bemerkt also gar nicht, dass die Knochendichte nach und nach abnimmt. Erst bei Fortschreiten des Knochenschwunds treten chronische Schmerzen auf, die in der Regel als Folge von Wirbelkörpereinbrüchen, Muskelverspannungen und auch Fehlhaltungen entstehen. Hinzu kommt: Durch Wirbelkörpereinbrüche verändert sich bei Osteoporose auch die Körperstatur – der Osteoporose Patient verliert an Größe und es kommt zur typischen Ausbildung eines Rundrückens (auch als „Witwenbuckel“ bekannt). Nicht zuletzt sind es Knochenbrüche, die bereits durch minimale Einwirkungen verursacht werden, die bei Osteoporose typisch sind. Vor allem der Oberschenkelhalsbruch ist ein Bruch, der bei Osteoporose charakteristisch ist.

Rückenschmerzen bei Osteoporose: Meist Folge von Wirbelkörpereinbrüchen

Wirbelkörpereinbrüche sind ein ganz typisches Phänomen bei Osteoporose. Dabei können diese Wirbelkörperfrakturen im akuten Fall zu plötzlich auftretenden, heftigen Schmerzen führen. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen die Wirbelkörpereinbrüche schleichend und zunächst schmerzlos auftreten.

Die Rückenschmerzen, die als Folge von Wirbelkörperfrakturen auftreten, erinnern häufig in ihrer Heftigkeit und ihrer Lokalisation an einen Bandscheibenvorfall. Dabei nimmt die Intensität der Schmerzen im Tagesverlauf zu und die Schmerzen können über Wochen anhalten. Etwa in 50 Prozent der Fälle gehen Wirbelkörpereinbrüche mit dauerhaften Schmerzen einher, die vor allem eine Einschränkung von Lebensqualität und der Mobilität der Patienten zur Folge haben.

Da die Wirbelkörpereinbrüche auch zu einer Änderung der Haltung und der Ausbildung eines Rundrückens führen, kommt es in dieser Folge auch zu einer Verspannung der Muskulatur, die sich ebenfalls wieder durch Rückenschmerzen bemerkbar machen kann.

Was tun bei Osteoporose?

Die Osteoporose Behandlung basiert auf verschiedenen Säulen. Eine dieser Säulen ist die medikamentöse Therapie. Um die Knochenbildung zu fördern und gleichzeitig den Knochenabbau zu hemmen, hat sich die Gabe von sogenannten Bisphosphonaten in Kombination mit Kalzium und Vitamin D bewährt. Bei Frauen kann die Östrogengabe grundsätzlich in Erwägung gezogen werden, allerdings muss hier eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiko (z.B. erhöhtes Brustkrebsrisiko durch Östrogenzufuhr) erfolgen. Schmerzmittel können bei akut auftretenden Schmerzen vorübergehend verabreicht werden.

Darüber hinaus kann eine geeignete Physiotherapie und das Tragen eines speziellen Mieders im Rahmen der Osteoporose Behandlung sinnvoll sein.

Auch neue Operationstechniken kommen bei Wirbelkörpereinbrüchen zur Anwendung. Bei der sogenannten Ballon-Kyphoplastik wird der eingebrochene Wirbelkörper beispielsweise mittels eines minimal-invasiven Eingriffs durch die Platzierung eines Kartons aufgerichtet und durch das Einbringen eines Knochenzements stabilisiert.

Ob eine solche Operation im individuellen Fall sinnvoll ist, gilt es im Gespräch mit dem behandelnden Arzt zu klären.

Unterstützend zur Basistherapie bei Osteoporose können Rückenschmerzen im Allgemeinen auch durch pflanzliche Schmerzsalben gelindert werden. Als pflanzlicher Inhaltsstoff hat sich hier Trauma-Beinwell bewährt, der über ausgeprägt entzündungshemmende, schmerzlindernde und abschwellende Eigenschaften verfügt und gut verträglich ist. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, ob in Ihrem individuellen Fall ein ergänzender Einsatz von Trauma-Beinwell zur Linderung der Beschwerden sinnvoll und möglich ist.

Osteoporose vorbeugen

Wer Osteoporose vorbeugen möchte, der sollte von vornherein auf eine knochengesunde Lebensweise achten. Dazu zählt regelmäßige Bewegung wie Nordic Walking, Radfahren, Jogging oder auch Aerobic ebenso wie eine kalziumreiche Ernährung (Milch und Milchprodukte, Brokkoli und calciumhaltiges Wasser liefern Kalzium). Da die Einlagerung von Kalzium in den Knochen allerdings eine ausreichende Vitamin D Versorgung voraussetzt, ist die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin D, das der Körper selbst nur bei ausreichender Sonneneinstrahlung bilden kann, wichtig. Entsprechend eignen sich zur Vorbeugung von Osteoporose auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel, die Vitamin D und Calcium in ausreichend hoher Dosierung enthalten. Ideal sind Präparate, die gleichzeitig auch den Mikronährstoff Metafolin, die bioaktive Form der Folsäure, enthalten, um die Aktivität der knochenaufbauenden Zellen gezielt zu fördern. Hierauf scheint die Premium-Folsäure Metafolin einen entscheidenden Einfluss zu haben.

Nicht zuletzt gilt: Wer Osteoporose vorbeugen möchte, der sollte auf Knochenräuber wie Nikotin und Alkohol möglichst ganz verzichten.

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