Die Ursachen für Wadenkrämpfe

Die Ursachen für Wadenkrämpfe

Die Ursachen für Wadenkrämpfe sind vielfältig – und es geht hier um weitaus mehr als Magnesiummangel. Krämpfe sind eben nicht immer Folge eines Mangels an diesem Mineralstoff, auch wenn dieser Glaube noch immer weit verbreitet ist. Hier eine Auswahl an möglichen Ursachen, die Wadenkrämpfe zur Folge haben können:

  • Körperliche Überlastung
  • Schlafmangel
  • Schwangerschaft
  • Fußfehlstellungen
  • Sport & starkes Schwitzen (Mineralstoffmangel)
  • Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • Alkoholkonsum
  • Medikamenteneinnahme (Abführmittel, Diuretika gegen Bluthochdruck, Kortison, Pille)
  • Durchblutungsstörungen
  • Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten

Besonders häufig treten Wadenkrämpfe durchaus bei Sportlern auf, die durch die starke Muskelbelastung bzw.  das Schwitzen beim Sport viele Mineralstoffe verlieren. Wird dieser Mineralstoffmangel nicht kompensiert sind schmerzhafte Krämpfe häufig die Folge. Aber nicht zu unterschätzen sind eben auch andere Faktoren für Wadenkrämpfe wie zum Beispiel Schlafmangel oder auch eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme über den Tag verteilt. Dies erklärt auch, warum so viele ältere Menschen häufig an Wadenkrämpfen leiden- das Durstempfinden lässt mit dem Alter oft stark nach. Doch auch viele jüngere Menschen denken nicht immer daran,  dem Körper mindestens 1,5-2 Liter Flüssigkeit am Tag zuzuführen – die häufige Folge sind auch hier Wadenkrämpfe.

Vielfältige Ursachen von Krämpfen erfordern ein Umdenken in der Behandlung von Wadenkrämpfen

Wenn es darum geht, Wadenkrämpfe zu behandeln, wurde bislang häufig ganz allgemein zur Einnahme von Magnesium (400 mg pro Tag) geraten. Doch wenn man sich die Liste der möglichen Ursachen für Wadenkrämpfe ansieht, wird deutlich: Alleine mit Magnesium ist es in Anbetracht der unterschiedlichen Arten von Krämpfen nicht getan.

Vielmehr ist eine Wadenkrampf Behandlung gefragt, die unabhängig von der Ursache den Krampf bekämpft. Hier kommt Chininsulfat ins Spiel, das Krämpfe unterschiedlicher Art mittels der Hemmung der übermäßigen Reizübertragung vom Nerv auf den Muskel bekämpfen und vorbeugen kann.

Lesen Sie hier mehr über die Behandlungsmöglichkeiten bei Krämpfen sowie den Einsatz von Chinin.

Krämpfe als Symptom einer Grunderkrankung

Insbesondere dann, wenn Krämpfe häufiger als drei Mal pro Woche bzw. mit ungewohnter Heftigkeit ganz unabhängig von körperlicher Belastung auftreten, sollten die Ursachen dieser Wadenkrämpfe beim Arzt abgeklärt werden. Es ist zwar eher die Ausnahme als die Regel, aber Krämpfe können mitunter auch ernstzunehmendes Symptom einer Grunderkrankung sein, die der Behandlung bedarf.

Folgende Erkrankungen können sich prinzipiell durch Krämpfe äußern:

Wie bereits erwähnt: In den meisten Fällen wird keine derartige Grunderkrankung mit organischen Ursachen als Auslöser für Krämpfe gefunden. Wer aber auf Nummer sicher gehen will und häufige oder sehr schwere Krämpfe abklären lassen möchte, der ist beim Neurologen oder zunächst beim Hausarzt an der richtigen Adresse.

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