Das Fibromyalgie Syndrom: Wenn Muskelschmerzen den Alltag zur Qual machen

Das Fibromyalgie Syndrom: Wenn Muskelschmerzen den Alltag zur Qual machen

Quälende Schmerzen am ganzen Körper, die immer wieder auftauchen. Für Menschen mit dem Fibromyalgie Syndrom (FMS) ist das Leben mit dem Schmerz beinahe Alltag. Denn das Fibromyalgie-Syndrom ist ein nichtentzündliches Schmerzsyndrom, das mit chronischen Weichteilbeschwerden einhergeht. „Es tut alles weh“ –  fast wie beim Muskelkater. So lautet eine häufige Beschreibung der Beschwerden von Fibromyalgie Patienten. Entsprechend erklärt sich auch der Name der Erkrankung. Übersetzt bedeutet Fibromyalgie in etwa so viel wie Faser-Muskel-Schmerz (lat. Fibra = Faser, gr. Myos = Muskel; gr.  Algos = Schmerz).

Doch damit nicht genug – denn bei den Schmerzen alleine bleibt es nicht. Hinzu kommen weitere unspezifischere Fibromyalgie Symptome: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, mitunter auch die typischen Reizdarm Beschwerden und auch starke psychische Beeinträchtigungen bis hin zur Depression sind beim Fibromyalgie Syndrom möglich.

Man geht davon aus, dass etwa 2 bis 4 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. In Deutschland gibt es  etwa 1,5 – 2 Millionen Fibromyalgie Patienten, wobei Frauen etwa sieben-bis achtmal häufiger betroffen sind als Männer. In der Regel tritt die Erkrankung im mittleren Lebensalter auf, wobei sich die Intensität der Schmerzen im Verlauf der anhaltenden Erkrankung steigern kann.

Warum die Schmerzen am ganzen Körper bzw. an ganz bestimmten „Tenderpoints“ (Druckpunkten) auftreten, ist noch nicht abschließend geklärt. Eine genetische Veranlagung, die zur Fibromyalgie führt, wird allerdings diskutiert. Darüber hinaus scheinen auch seelische Einflüsse wie nicht verarbeitete Erlebnisse aus der Kindheit bzw. ein gewisser Hang zum Perfektionismus, der sich durch das Leben zieht, eine Rolle bei der Entstehung des Fibromyalgie-Syndroms zu spielen.

Das Problematische am Fibromyalgie-Syndrom: Nicht immer ist die Diagnose FMS leicht zu stellen, schließlich ähneln die auftretenden Beschwerden den Symptomen, die auch bei zahlreichen anderen möglichen Erkrankungen auftreten  können, wie bei einer Infektion oder auch der rheumatischen Arthritis. Dazu kommt, dass es beispielsweise keine eindeutigen Laborwerte gibt, die die Diagnose Fibroymalgie Syndrom absichern könnten. Vielmehr geht es bei der Diagnosefindung zunächst darum, andere Grunderkrankung wie beispielsweise eine Infektion mit Borreliose als Ursache für die anhaltenden Muskelschmerzen bzw. Sehnenschmerzen und die weiteren Begleitsymptome auszuschließen und über dieses Ausschlussverfahren auf die Diagnose Fibromyalgie Syndrom zu gelangen. Eine mitunter lange Prozedur, die von den Betroffenen teils ein großes Durchhaltevermögen erfordert. Nicht selten berichten Menschen mit dem Fibromyalgiesyndrom von der Problematik, als Hypochonder abgetan worden zu sein.

Doch ist die Diagnose FMS erst einmal gestellt und die Schmerzursache entsprechend gefunden, kann gezielt gehandelt und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich gebessert werden. Auch wenn eine Heilung derzeit noch nicht möglich ist.

Wichtig bei der Fibromyalgie Behandlung ist primär, dem Teufelskreis der Schmerzen entgegen zu steuern und die Betroffenen, die sich aufgrund der Schmerzen häufig immer mehr von ihrem sozialen Umfeld abgekapselt haben, wieder einen Weg zurück zu einem normalen Alltag zu bereiten.

Pflanzliche Arzneistoffe wie Chinin können bei Muskelkrämpfen und Muskelschmerzen ebenso zum Einsatz kommen, wie eher psychosozial ausgerichtete Maßnahmen. So spielt beispielsweise die Stressreduktion bei der Fibroymalgie Behandlung eine wichtige Rolle.

Die Fibromyalgie Therapie ist also durchaus ganzheitlich ausgerichtet und berücksichtigt das Zusammenspiel von Körper und Seele gleichermaßen.

Das Fibromyalgie-Syndrom: Ursachen

Die eigentlichen Ursachen des Fibromyalgie Syndroms sind noch nicht abschließend geklärt. Die Forschung läuft allerdings auf Hochtouren.

Grundsätzlich unterscheidet man das primäre Fibromyalgie Syndrom vom sekundären. Das primäre Fibromyalgie Syndrom entwickelt sich sozusagen aus dem Nichts – es ist hierbei also keine andere Erkrankung bzw. Verletzung den Schmerzen am ganzen Körper vorausgegangen. Ein eindeutiger Ursache-Wirkungs-Zusammenhang fehlt. Hier kommt wohl die genetische Veranlagung zum Tragen. Bei etwa 40 Prozent der Betroffenen ist bekannt, dass in der Familie bereits Fälle mit FMS auftraten. Hinzu kommen auch psychische Faktoren: Seelische Belastung, anhaltender Stress – all das sind Einflüsse, die mit der Entstehung des Fibromyalgie Syndroms in Verbindung gebracht werden. Nicht zuletzt scheinen auch Hormone, insbesondere ein niedriger Spiegel an Serotonin, eine gewisse Rolle zu spielen.

Einige Experten sprechen sogar von einer sogenannten Fibromyalgie-Persönlichkeit. So konnten verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sich viele der Fibromyalgie Patienten durch ähnliche Charaktereigenschaften auszeichnen: So zum Beispiel durch einen starken Hang zum Perfektionismus sowohl im Privat- als auch im Berufsleben, aber auch durch ausgeprägten Ehrgeiz, soziales Engagement und enorme Leistungsbereitschaft. Hier wird deutlich, dass das Fibromyalgie Syndrom eine Erkrankung ist, bei der die Grenzen von körperlichen Beschwerden und seelischen Einflüssen fließend sind.

Das sekundäre FMS hingegen kann Folge einer Grunderkrankung entzündlich-rheumatischer Art sein, also zum Beispiel Folge von rheumatoider Arthritis oder auch Morbus Bechterew. Auch Infektionen wie beispielsweise Borreliose können in Verbindung mit Fibromyalgie Symptomen einhergehen.

Fibromyalgie Symptome

Chronische Schmerzen, vor allem an der Muskulatur und an den Sehnenansätzen, sind das Hauptsymptom des Fibromyalgie Syndrom. Diese Schmerzen treten immer wieder auf und können an Intensität zunehmen. Per Definition ist dann von einem Fibromyalgie Syndrom die Rede, wenn die Schmerzen mindestens drei Monate anhalten und sowohl die oberen als auch die unteren Extremitäten beider Körperhälften sowie die Wirbelsäule betreffen. Der Schmerz erstreckt sich also vor allem auf Rücken, Arme und Beine und wird in seiner Intensität als zunehmend empfunden.

Neben diesem eher generalisierten Schmerz ist beim Fibromyalgie Syndrom typisch, dass bereits leichter Druck auf sogenannte Tenderpoints (Schmerzdruckpunkte) heftige Schmerzen auslöst.

Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Fibromyalgie-Syndrom 18 dieser Tenderpoints definiert – sind 11 davon mit heftigem Druckschmerz verbunden, ist dies ein wichtiges Indiz für die Diagnose Fibromyalgie-Syndrom.

Diese Druckpunkte finden sich am Haaransatz, Nacken, Schultern, Schulterblatt, Brustbein, Ellenbogen, Hüfte, Oberschenkel und Knie.

Häufig verstärken sich die Schmerzen bei bestimmten Einflüssen, z.B. bei einem Wetterumschwung, bei Kälte und Feuchtigkeit oder auch bei starkem Stress. Es gibt Phasen, in denen die Schmerzen kaum wahrnehmbar sind und wiederum andere Phasen, in denen die Schmerzen einen normalen Alltag kaum möglich machen.

Neben den beschriebenen generalisierten Schmerzen bzw. Druckschmerzen am ganzen Körper kommen weitere Fibromyalgie Symptome hinzu.

Dazu zählen:

  • Chronische Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Abgeschlagenheit
  • Morgensteifigkeit der Gelenke
  • Konzentrationsstörungen
  • Ängstlichkeit
  • Subjektives Gefühl der Schwellung der Hände

Typisch sind auch sogenannte funktionelle Beschwerden wie das Reizdarm Syndrom, das sich durch Blähungen, Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Durchfall und / oder Verstopfung bemerkbar macht und wiederum keine konkrete organische Ursache hat. Auch der Reizmagen steht häufig in Verbindung mit dem Fibromyalgie Syndrom.

Nicht zuletzt kann auch eine Depression die anhalten Schmerzen begleiten.

Tatsächlich sind es insgesamt bis zu 150 verschiedene Symptome, die mit dem Fibromyalgie Syndrom in Verbindung gebracht werden. Entsprechend verständlich wird, wie schwer es ist, die Diagnose Fibromyalgie eindeutig zu stellen.

Fibromyalgie Diagnose

Die Fibromyalgie Diagnose ist mitunter nicht ganz einfach. Wenn Menschen mit Schmerzen am ganzen Körper in die Praxis kommen, können diese Schmerzen zahlreiche unterschiedliche Auslöser haben. Hier ist also eine genaue Ursachenforschung gefragt.

Zunächst sind ein eingehendes Gespräch mit dem Arzt und die entsprechende Erhebung der Krankheitsgeschichte (Anamnese) richtungsweisend. Informieren Sie Ihren Arzt detailliert über Ihre Beschwerden, seit wann diese vorliegen und ob in Ihrer Familie eventuell bereits ein Fall mit Fibromyalgie Syndrom bekannt ist. Wurde bei Ihnen bereits eine Borreliose diagnostiziert? Auch das ist für den Arzt wichtig!

Teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, ob Sie neben den Muskelschmerzen und Sehnenschmerzen auch unter anderen Beschwerden wie chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen leiden. So kann der Arzt die Diagnose Fibromyalgie in seine Überlegungen einbeziehen oder sie eher ausschließen. Frauen leiden übrigens beim Fibromyalgie Syndrom häufig unter einer ausgeprägt- schmerzhaften Menstruationsblutung. Weisen Sie Ihren Arzt in diesem Fall ebenfalls darauf hin. Auch wenn Sie psychische Probleme haben, sollten Sie diese besser nicht verschweigen, sondern diese beim Arzt offen und ehrlich ansprechen. Es dient letzten Endes der Besserung Ihrer Lebensqualität!

Zentral wichtig ist zunächst immer auch der Ausschluss anderer Grunderkrankungen, die die Schmerzen auslösen können. Dazu gehören zum Beispiel rheumatoide Arthritis, eine Infektionserkrankung oder Erkrankungen wie Osteoporose, Morbus Bechterew oder eine Schilddrüsenerkrankung. Für den Ausschluss derartiger Erkrankungen wird meist eine Blutuntersuchung (z.B. für den Nachweise von Antikörpern oder auch des erhöhten Rheumafaktors) durchgeführt. Bei einer Fibromyalgie hingegen sind die Laborwert in der Regel normal und es lassen sich keine Auffälligkeiten feststellen.

Weitere Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen können je nach vorliegendem Verdacht durchgeführt werden.

Wichtig für die Diagnose Fibromyalgie ist auch die körperliche Untersuchung. Hier spielen vor allem die sogenannten Tenderpoints (Druckpunkte), die im Jahr 1990 vom American College of Rheumatology (ACR) definiert wurden, eine zentrale Rolle.

  • Bei mindestens 11 der 18 Tenderpoints (Druckpunkte) bei Ausübung von leichtem Druck der Patient heftige Schmerzen verspürt
  • Die generalisierten Schmerzen in den Extremitäten der beiden Körperhälften sowie der Wirbelsäule und der vorderen Brustwand bereits mindestens 3 Monate anhalten

Bei den Tenderpoints handelte sich um exakt festgelegte Schmerzdruckpunkte, die sich an unterschiedlichen Stellen des Körpers befinden. Sie sind verteilt von Haaransatz über Nacken und Schultern bis hin zu Hüfte, Oberschenkel und Knie.

Im Jahr 2008 wurde in einer aktuellen Leitlinie die Anzahl von mindestens 11 Tenderpoints revidiert – auch eine geringere Anzahl schmerzauslösender Druckschmerzpunkte können also bereits für die Diagnose Fibromyalgie ausreichend sein.

Fibromyalgie Therapie

Steht die Diagnose Fibromyalgie erst einmal, ist das für die Betroffenen häufig im ersten Moment eine Art Erleichterung. Die Odyssee von Arzt zu Arzt hat endlich ein Ende – meine Beschwerden haben einen Namen! Doch was nun? Wie erfolgt die Fibromyalgie Therapie?

Grundsätzlich muss sich jeder Fibromyalgie Patient darüber im Klaren sein, dass die Heilung der Fibromyalgie nicht möglich ist. Aber: Es gibt durchaus effektive Möglichkeiten, das Leben mit den chronischen Schmerzen in den Griff zu bekommen, die Schmerzen zu lindern und so ein deutliches Plus an Lebensqualität zurück zu gewinnen.

Die Fibromyalgie Therapie ist dabei ganzheitlich ausgerichtet – vor allem Medikamente, Bewegung aber auch einfache Verhaltensregeln im Alltag können die chronischen Schmerzen lindern und den Weg zurück ins Leben ebnen. Ergänzend können auch Anwendungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin wie Akupunktur zum Einsatz kommen.

Selbstmanagement:
Basis für eine erfolgreiche Fibromyalgie Therapie

Eine wichtige Basis, um der Fibromyalgie aktiv begegnen zu können, ist die umfassende Patientenschulung. Fragen Sie Ihren Arzt danach – derartige Schulungen werden in speziellen Kliniken und Zentren angeboten. Hier lernen die Patienten ihre Krankheit anzunehmen, mit Schmerzen umzugehen und welche Möglichkeiten der Stressbewältigung (z.B. autogenes Training, Yoga etc.) es gibt. Auch die Möglichkeiten der Psychotherapie bei Fibromyalgie können hier besprochen werden. Der Kontakt zu Fibromyalgie Selbsthilfegruppen kann hier leicht hergestellt werden. Der Austausch mit anderen Betroffenen wird von vielen Fibromyalgie Patienten als enorm wichtig empfunden.

Bewegung bei Fibromyalgie

Viele Fibromyalgie Patienten haben eine jahrelange Zwangspause hinter sich – jede Bewegung wurde vermieden, sie könnte ja erneut Schmerzen auslösen. Doch tatsächlich empfehlen Experten Bewegung, um die Fibromyalgie Symptome zu lindern! Besonders geeignet sind zum Beispiel Aquagmynastik oder auch Walking. Natürlich können auch sanfte Bewegungsabläufe wie Tai Qi oder Qi Gong helfen, den Einstieg zurück in die Beweglichkeit zu finden und die eigene Körperwahrnehmung wieder zu schulen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt, welche Art der Bewegung für Sie geeignet ist.

Weitere physiotherapeutische Maßnahmen beim Fibromyalgie-Syndrom

Bei der physikalischen Therapie geht es vor allem darum, die betroffenen Muskelpartien zu entspannen. Das Spektrum ist breit und reicht von Anwendungen wie der Hyperthermie bis hin zur Kältetherapie.

Die Möglichkeiten bei Fibromyalgie im Überblick:

  • Ultraschall
  • Reizstrom
  • Magnetfeldtherapie
  • Balneotherapie
  • Massage (mit Einschränkungen)
  • Lymphdrainage

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Physiotherapeuten über die Möglichkeiten, die für Sie in Frage kommen. Eventuell kann auch eine Kur mit entsprechenden Anwendungen sinnvoll sein.

Medikamentöse Therapie

Bei der medikamentösen Fibromyalgie Therapie spielen vor allem sogenannte trizyklische Antidepressiva (niedrigere Dosierung als bei der Behandlung einer Depression) bzw. auch Medikamente, die den Serotoninspiegel beeinflussen, zur Basistherapie eine wichtige Rolle. Darüber hinaus können für begrenzte Zeit oder auch klassische Schmerzmittel wie Paracetamol verabreicht werden. Die Gabe erfolgt allerdings meist nicht länger als 8 Tage am Stück. Die alleinige Gabe von Schmerzmitteln ist in der Regel hingegen wenig hilfreich.

Eine eher untergeordnete Rolle beim FMS spielen NSAR, also Schmerzmittel, die in der Regel bei Rheuma verabreicht werden.

Grundsätzlich gilt: Die medikamentöse Therapie beim Fibromyalgie Syndrom erfolgt individuell je nach den vorherrschenden Symptomen des Patienten. Auch die Verträglichkeit der Medikamente spielt eine Rolle. So kann die Einnahme von Antidepressiva durchaus mit Nebenwirkungen verbunden sein – hier spielen dann meist die individuellen Erfahrungswerte eine Rolle, wenn es um den weiteren Verlauf der Behandlung geht.

Begleitende Anwendung bei Fibromyalgie:
Chininsulfat zur Linderung von Muskelschmerzen, Muskelverspannungen und Muskelkrämpfen

Unterstützend zur eingeleiteten Basistherapie durch den Arzt profitieren viele Fibromyalgie Patienten von der begleitenden Gabe des pflanzlichen Stoffs Chinin in Form der pharmazeutischen Zubereitung Chininsulfat. Denn die regelmäßige Einnahme von Chininsulfat kann die Zahl und Intensität der auftretenden Muskelkrämpfe reduzieren – unabhängig davon, warum diese Muskelkrämpfe entstehen. Untersuchungen zeigen zudem, dass die Einnahme von Chininsulfat auch die Zahl der Tenderpoints und  die Muskelschmerzen verringern kann.

Doch wie kann Chinin Krämpfe – insbesondere nächtlich auftretende Wadenkrämpfe - bekämpfen?

Chinin ist ein Naturstoff, der aus der Rinde des Chinarindenbaums gewonnen wird. Das Alkaloid Chinin besitzt entkrampfende und schmerzlindernde Wirkung. Denn es setzt genau dort an, wo der Krampf entsteht: am Übergang vom Nerv auf den Muskel. Entsprechend ist Chinin für Behandlung jeder Art von Krämpfe geeignet – unabhängig davon, welche Ursache besteht.

Chinin bzw. Chininsulfat wirkt also am Ort des Geschehens direkt auf den Botenstoff Acetylcholin, der dem Muskel normalerweise den Impuls zur Kontraktion, also zum Zusammenziehen gibt. Chinin schwächt die Wirksamkeit dieses Nervenbotenstoffs ab und senkt auf diese Weise die Erregbarkeit des Muskels. Die Erholungszeit innerhalb der Muskulatur verlängert sich, die Krampfbereitschaft wird reduziert.

Für Fibromyalgie Patienten ist die Gabe von Chininsulfat entsprechend eine natürliche und vor allem gut verträgliche Möglichkeit, der Unterstützung der Basistherapie des Fibromyalgie Syndroms.

Positiver Nebeneffekt: Da Wadenkämpfe meist in der Nacht auftreten, kann die Gabe von Chinin grundsätzlich dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern.

Lesen Sie hier mehr über die Kraft das Naturstoffs Chininsulfat.

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